Liebe Freundinnen und Freunde des historischen Tanzes,
in den nächsten 12 Wochen gibt es bei mir das komplette Spektrum an tänzerischen Zeitreisen. Kurzentschlossene können jetzt am Wochenende (12.-13.9) noch das zauberhafte Rokoko entdecken – dafür hatte ich ja bereits im letzten Newsletter geworben. Mitte Oktober springen wir mit dem Kurs „Tanz zwischen den Zeiten – vom Mittelalter zur Renaissance“ dann an den Anfang der rekonstruierbaren Tanzquellen zurück – hier endet der Frühbucherzeitraum bereits nächste Woche Freitag. Am 31.10. ist der Tanztag Rhein-Main, für alle die erst einmal nur schnuppern wollen. Und im November gibt es dann wieder die beliebten Jane-Austen Wochenenden mit Tänzen aus der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Im Dezember steht dann zum Jahresabschluss mit „Folie d'Espagne pour femme (1700)“ ein absoluter Barocktanzklassiker auf dem Programm.
Der Überblick
- Tanz zwischen den Zeiten – vom Mittelalter zur Renaissance am 17.-18. Oktober in Frankfurt
- Tanztag Rhein-Main am 31. Oktober in Frankfurt
- Das Jane-Austen Wochenende am 7.-8. und 21.-22. November in Frankfurt
- Folie d'Espagne pour femme (1700) am 5.-6. Dezember in Frankfurt
- Datenschutz und Abmelden vom Newsletter
Tanz zwischen den Zeiten – vom Mittelalter zur Renaissance am 17.-18. Oktober in Frankfurt
Das rund tausend Jahre lange Mittelalter (ca. 500-1500) ist in Deutschland mit Märkten, Lagern und anderen Veranstaltungen eine der beliebtesten historischen Zeiten – und es wird dort natürlich auch fleißig getanzt. Der Haken – wir wissen, dass getanzt wurde, aber in den meisten Fällen nicht wie. Unsere ersten erhaltenen rekonstruierbaren Tanzquellen stammen aus dem 15. Jahrhundert, in Italien blühte bereits die Renaissance auf, in anderen Teilen Europas ging das Spätmittelalter seinem Ende entgegen. Wir nähern uns dieser Umbruchszeit mit Tänzen aus Frankreich, England und Italien.
Die Basses Danses waren weit über Europa verbreitet, wir haben hierfür Tanzquellen aus Frankreich, Italien und England. Als Name tauchen sie bereits um 1340 in den Cansos e bassas dansas des Troubadours Raimond de Cornet auf. Die prächtigste Quelle hierfür, die mit goldenen und silbernen Buchstaben auf schwarzen Grund ausgeführt wurde, ist das Manuskript 9085, das heute in Brüssel liegt. Auch der erste Druck mit Tänzen „L'Art et instruction de bien danser“ enthält Basses Danses. Geschaffen wurden beide Quellen am Ende des 15. Jahrhunderts, musikalisch ordnet man die Entstehung der Tänze in die Mitte des 15. Jahrhunderts ein.
Aus England haben wir eine weitere interessante Quelle, ein um 1500 entstandenes Notizbuch mit eigenständigen englischen Tänzen, das als Gresley Manuscript bezeichnet wird.
Der größte Quellenbestand stammt aus Italien. Hier sind bereits ab der Mitte des 15. Jahrhunderts von Domenico da Piacenza und seinen Schülern eine große Bandbreite an Tänzen erhalten. In der Renaissance tritt nun der Tanzmeister als Person und Künstler in Erscheinung. Es entstehen Tänze, die auch für den Zuschauer choreographisch interessant sind.
Einen Frühbucherrabatt gibt es für diesen Kurs noch bis Freitag 18. September 2026. Mehr infos:
https://www.historische-tanzkunst.de/de/unterricht/workshops.html#WS2026-10-17
Tanztag Rhein-Main am 31. Oktober in Frankfurt
Der Tanztag Rhein-Main bietet jedes Jahr Schnupperkurse für die verschiedensten Tanzformen. Für einen beliebigen Betrag (pay as you wish) erhaltet ihr an allen Veranstaltungsorten ein Tanztag-Armband, mit dem ihr alle Kurse besuchen könnt. Für dieses Jahr habe ich drei Schnupperkurse angemeldet (10 Uhr Renaissance, 11 Uhr Barock, 12 Uhr Empire). Das Programm ist allerdings noch nicht online, so dass ich nicht sagen kann ob und wo ich dabei bin – mehr also im nächsten Newsletter.
Das Jane-Austen Wochenende am 7.-8. und 21.-22. November in Frankfurt
Das Jane-Austen Wochenende hat sich im Lauf der Jahre zu meinem beliebtesten Kurs entwickelt, so stehen auch diesmal in Frankfurt zwei Termine zur Wahl. Jane Austen ist wieder unsere Namenspatronin für das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert. Es stehen Tänze aus England, Deutschland, Frankreich und vielleicht auch aus weiteren Ländern auf dem Programm. Dabei entsteht ein buntes Potpourri aus verschiedenen Tanzformen der Zeit.
Auch dieses Wochenende ist wieder besonders anfängergeeignet und bietet einen breiten Einblick in den Tanz der Empirezeit. Wer mag, und entsprechende Kleidung hat, kann an diesem Wochenende auch gerne im Kostüm tanzen – wer also in ein Empire Kleid oder in einen Frack schlüpfen möchte, mag das tun, alle anderen tragen normale moderne Kleidung – wie immer.
Einen Frühbucherrabatt gibt es für den ersten Termin (7.-8.11.) bis Freitag 9. Oktober 2026, für den zweiten Termin (21.-22.11) bis Freitag 23. Oktober 2026. Mehr infos:
https://www.historische-tanzkunst.de/de/unterricht/workshops.html#WS2026-11-07
Folie d'Espagne pour femme (1700) am 5.-6. Dezember in Frankfurt
Zum Jahresabschluss gibt es im Dezember wieder einen Barocktanz – diesmal einen absoluten Klassiker: „Folie d'Espagne pour femme“. Auch wenn sich die erhaltenen Choreographien auf den Anfang des 18. Jahrhunderts beschränken, wurde im Tanzunterricht die Folie im ganzen 18. Jahrhundert nachgefragt. Unser Damensolo ist von 1700, die Musik ist von Jean Baptiste Lully, der 1672 den Urtypus schrieb. Die Choreographie erstreckt sich über 6 Variationen mit jeweils 16 Takten. Wobei wir für jede Variation aber nur 8 Schritte erlernen müssen, denn sie werden jeweils mit dem anderen Fuß startend wiederholt. Als Solotanz ist die Choreographie meist frontal ausgerichtet, so dass man beim Lernen gut abschauen kann, die Anforderungen an die Schritttechnik sind noch moderat. Erste Vorkenntnisse mit Schritten des 18. Jahrhunderts oder gute allgemeine Tanzerfahrung sind hier empfohlen.
Einen Frühbucherrabatt gibt es für diesen Kurs noch bis Freitag 6. November 2026. Mehr infos:
https://www.historische-tanzkunst.de/de/unterricht/workshops.html#WS2026-12-05
Datenschutz und Abmelden vom Newsletter
Der Newsletter ist ein Opt-In Newsletter (Versand nur nach ausdrücklicher Einwilligung). Zum Erhalt speichere ich lokal auf meinem Rechner (sofern vorhanden) den Namen, die Anrede, die eMail-Adresse, und das Opt-In Datum. Um meinen Newsletter künftig nicht mehr zu erhalten, genügt selbstverständlich eine kurze eMail an den Absender (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), die das ausdrückt.
Viele Grüße,
Christian Griesbeck
