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Die zwischen c1790 und 1833 alljährlich erschienene populäre Musenalmanachreihe „Taschenbuch zum geselligen Vergnügen“ birgt einen für Deutschland einzigartigen tänzerischen Schatz: in den Jahrgängen sind insgesamt rund 500 Tänze in Form von verbalen Beschreibungen, graphisch notierten Choreographien und Musiknoten enthalten. Für rund 40 Jahre von der französischen Revolution bis zum Biedermeier lässt sich so insbesondere der veränderte Zeitgeschmack im Gesellschaftstanz beobachten.

Im Laufe von 15 Jahren konnte ich, nach und nach, einen vollständigen Satz aller Bände der Reihe erwerben. Allerdings ist nach 200 Jahren nicht mehr jedes Exemplar in sich vollständig. Die in meiner Sammlung nicht enthaltenen Elemente werden daher durch Leihgaben und Zukauf von Digitalisaten aus Bibliotheken ergänzt. Im Zuge des Projekts wird der Bestand der Taschenbücher erstmals, neben dem choreographischen und tanztechnischen Corpus, auch in Bezug auf Abbildungen von Tanz und Erwähnung und Darstellung von Tanz im Prosateil der Taschenbücher ausgewertet. Die Choreographien, Abbildungen, Beschreibungen und Musiknoten werden für ein Faksimile zur Publikationsvorbereitung hochwertig digitalisiert und wenn notwendig retuschiert. Um diese einzigartige Sammlung auch international besser zugänglich zu machen, werden die enthaltenen Tanzbeschreibungen zusätzlich ins Englische übersetzt.

Neben dem vollständigen Faksimile entsteht auch ein tanzpraktisch aufbereiteter Auswahlband, der quer durch den choreographischen Bestand der Taschenbücher führt. Die dazu passende Musik wird mit meinem virtuellen Orchester für eine Begleit-CD eingespielt. Selbstverständlich bin ich auch zum Unterrichten aus diesem Auswahlband buchbar.

Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.